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Bruchsal: Fit für den demographischen Wandel

“Je eher ein Unternehmen sich entscheidet, Geld in die Zukunft zu investieren, statt die Folgen der Verschlechterung abzuwarten und zu kompensieren, desto besser wird es den demografischen Wandel bewältigen und Vorteile gegenüber der Konkurrenz erringen.”
Juhani Ilmarinen

Betriebliche Gesundheitsförderung hilft Beschäftigten und Unternehmen

Viele deutsche Betriebe stecken bereits in der Demographiefalle. Und das Schlimme ist: Die meisten wissen es nicht. Unternehmen der Wirtschaftsregion Bruchsal setzen sich mit der demographischen Entwicklung auseinander. Sie haben sich zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterrichten und zu helfen – im BruchsalerForum.

Den Akteuren ist bewusst: Eine alternde Belegschaft muss gesundheitlich gefördert werden – nicht nur aus ethisch-moralischen, auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Mit unzufriedenen, schlecht geführten Mitarbeitern wird es schwer, die Performance zu halten und die Unternehmensziele zu erreichen.

Die Unternehmen der Wirtschaftsregion Bruchsal bilden unter der Schirmherrschaft der Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick das Netzwerk BruchsalerForum Gesundheit und Arbeit. Die Stadt Bruchsal hat das Projekt initiiert und wird es weiterhin unterstützen.

Auf dieser eigens für diesen Zweck gemachten Website bekommen Sie wichtige Informationen über Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) und über die Aktivitäten im Bruchsaler Raum.

Barockschloss Bruchsal (Teilansicht)

Die gesamte Anlage des Barockschlosses Bruchsal besteht aus 50 Gebäuden

Hoch brisant: Die demographische Entwicklung

Das Durchschnittsalter der erwerbstätigen Bevölkerung in Deutschland steigt ständig. Die Anzahl an qualifizierten Leistungsträgern jungen und mittleren Alters ist rückläufig. Diese demographische Entwicklung ist eine bekannte Tatsache. Die Unternehmen werden sich dieser Herausforderung stellen müssen und für den Erhalt der Leistungsfähigkeit ihrer Belegschaft Sorge tragen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor wird sein, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch ein attraktives Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) langfristig an das Unternehmen zu binden.

BruchsalerForum: Melden Sie sich an

Das Netzwerk ist offen für weitere Unternehmen und Verwaltungen. Informationen bei: Volker Falkenstein, Stadt Bruchsal Tel. 07251 79 357. Wenn Ihr Unternehmen in der Wirtschaftsregion Bruchsal liegt (dieser Begriff wird nicht eng gefasst) und wenn Sie etwas für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun wollen, können Sie an den Veranstaltungen des BruchsalerForums kostenlos teilnehmen. Bitte melden Sie sich an bei Volker Falkenstein, Stadt Bruchsal.

Wichtig zu wissen

Die Arbeitskräftelücke

In Zukunft droht der deutschen Wirtschaft eine erhebliche Arbeitskräftelücke. Schon heute können viele Stellen nicht adäquat besetzt werden. Auf das Potenzial der Älteren kann daher nicht länger verzichtet werden. Frühruhestand und Jugendwahn sind überholte Begriffe aus dem 20. Jahrhundert.

Die Bedrohung

Die demographische Entwicklung stellt eine Bedrohung für viele deutsche Betriebe dar und erfordert es, dass die Unternehmen ihre Gesundheitspolitik auf die Bedürfnisse einer älter werdenden Belegschaft ausrichten und ihre Unternehmensleitlinien entsprechend korrigieren.

BGM: Entweder ganz oder gar nicht!

Immer wieder trifft man im Internet auf mehr oder weniger gelungene Begriffsbestimmungen, was Betriebliche Gesundheitsförderung bzw. Betriebliches Gesundheitsmanagement sei. Ich möchte Ihnen diese hier von Personalpraxis24.de nicht vorenthalten:

“Betriebliche Programme zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter sind ein wichtiges Instrument, um die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten. Nachhaltig sind diese Gesundheitsprogramme freilich erst dann, wenn die Führungsebene im Unternehmen aus Überzeugung dahinter steht.

Arbeit kann krank machen, ein schlechtes Betriebsklima nicht minder. Aus Untersuchungen ist bekannt, dass Unternehmen mit einem Wohlfühlklima und einer stimmigen Arbeitsorganisation weniger Fehltage und einen geringeren Krankenstand verzeichnen als andere.

Betriebliche Gesundheitsförderung trägt dazu bei, die Krankenstände zu vermindern, steigert Wohlbefinden und Zufriedenheit der Mitarbeiter und verbessert Arbeitsklima wie Betriebsklima. Nicht alle Programme führen zu dem gewünschten Erfolg.

Gesundheitsprogramme in Unternehmen werden nur dann erfolgreich, wenn die Führungsebene diese Programme wirklich will und sie unterstützt. “Halbherzige Lösungen sind zum Scheitern verurteilt”, konstatieren Dr. Paul Jiménez und Kerstin Eibel vom Institut für Psychologie der Universität Graz.

Wesentlich sei zudem, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihre Ideen und Vorschläge mit einbringen könnten. Auch müsste die Geschäftsführung bereit sein, “Veränderungen im System und in den Abläufen des Unternehmens” bei Bedarf zuzulassen.”

Wie stehen die kleinen Betriebe dazu?

Das BruchsalerForum dient dem Zweck, sich gegenseitig über Betriebliches Gesundheitsmanagement zu informieren und sich zu helfen. Oft sind es die großen Unternehmen, von deren Erfahrungen die kleinen profitieren können. Anstelle des Sozialbeauftragten, des Personalleiters oder des Betriebsrats ist in den kleinen Betrieben der Inhaber gefordert: Er kennt sein Unternehmen und jeden seiner Beschäftigten aus dem FF und und hält den Kontakt zur Basis – tagtäglich. Insofern ist die Haltung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks wohl ein Schuss in den Ofen, wenn Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbandes folgendes Statement abgibt (zitiert nach aezteblatt.de am 1. Dezember 2011):

“Kleine und mittlere Betriebe nutzen diese Vorgabe aber noch zu selten für betriebliche Präventionsangebote…

Wie Abhilfe geschaffen werden könnte, erörterten Vertreter der Arbeitgeber und der Gewerkschaften. Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, gab zu bedenken, dass es bei kleinen Unternehmen meist keine Personalabteilung gebe, die sich um Präventionsangebote kümmere.

Die Gesundheitsfürsorge stehe bei den allein verantwortlichen Firmenchefs nicht an oberster Stelle. Große Unternehmen investierten dagegen öfter in Maßnahmen und medizinisches Personal. Laut Annelie Buntenbach, Mitglied des Vorstandes des Deutschen Gewerkschafts­bundes, hängt eine erfolgreiche betriebliche Gesundheitsförderung oft von der Existenz eines Betriebsrates ab.”

Kommentar

Falls es tatsächlich so gesagt worden ist – Gesundheitsfürsorge stehe bei den Firmenchefs nicht an oberster Stelle – dann ist der Handlungsbedarf in den kleinen Unternehmen in der Tat groß. Dann ist auch die Haltung der Gewerkschaft nachvollziehbar, wonach erfolgreiche BGF von der Existenz eines Betriebsrats abhängt. -DM

Bruchsal

Die Große Kreisstadt Bruchsal hat mit ihren Stadtteilen Büchenau, Heidelsheim, Helmsheim, Obergrombach und Untergrombach 42.600 Einwohner. Bruchsal und seine prosperierende Wirtschaftsregion liegen im nördlichen Landkreis Karlsruhe etwa zwischen Karlsruhe und Heidelberg. Umgeben vom Kraichgauer Hügelland, am Rande der Rheinebene, bietet Bruchsal und seine Region nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze, sondern mit seiner schönen Landschaft viel Raum für Einheimische und Gäste. – Informationen über das ehrenamtliche NAIS-Netzwerk, das überregionale Beachtung findet: NAIS – Neues Altern in der Stadt (seit 2007).

Eine Reise wert: Das Barockschloss Bruchsal, Residenz der Fürstbischöfe von Speyer. Weitere Informationen über Bruchsal finden Sie auf der offiziellen Website der Stadt Bruchsal.

Diese Website

Diese Website ist die Projekt-Homepgage des BruchsalerForums Gesundheit und Arbeit. Hier geht es um Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung – mit zahlreichen wertvollen Anregungen, wie die Bruchsaler Unternehmen die Gesundheit der Beschäftigten schützen und fördern können. Neue Dinge über BGM und BGF erfahren Sie bei einem Klick auf die “Nachrichten“. Neuigkeiten über das BruchsalerForum bietet Ihnen der “Newsletter“.

Die Site BruchsalerForum.de ist Betaversion und wird laufend optimiert. Für Hinweise bin ich immer dankbar (s. Kontakt). Vom Konzept her ist die Site interaktiv angelegt. Kommentare und eigene Beiträge sind möglich und willkommen.

Die Website BruchsalerForum.de verfolgt keinerlei kommerzielle Ziele und wird ehrenamtlich betrieben von Dipl.-Ing. Dieter Müller; er ist Gründer, Herausgeber und Webmaster in einem.

Dieter Müller

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