10. BruchsalerForum

Das 10. BruchsalerForum am 23. Januar 2013

Besuch der Agentur für Arbeit Bruchsal

“Berufliche Rehabilitation – Angebote der Agentur für Arbeit für Jugendliche und Erwachsene”

Zu Beginn der Sitzung teilte Herr Falkenstein mit, dass unser Mitstreiter Herr Klaus Krüger aus Gesundheitsgründen darum gebeten habe, von seiner ehrenamtlichen  Tätigkeit bei NAIS Neues Altern in der Stadt und beim BruchsalerForum Gesundheit und Arbeit entbunden zu werden. Herr Falkenstein sagte, er werde diesen Wunsch, den er bedaure, respektieren müssen. Er bedankte sich ausdrücklich für die jahrelange stets zielorientierte, fruchtbare Zusammenarbeit, besonders auch im Namen der Oberbürgermeisterin Frau Cornelia Petzold-Schick.

Mi 23. Januar 2013 fand bei der Agentur für Arbeit Bruchsal, Kaiserstraße 97, das zehnte BruchsalerForum statt. Frau Annemarie Staudte ludt als Leiterin der Arbeitsagentur zu diesem Treffen ein. Sie selbst, sowie die Mitarbeiterinnen Frau Kühn-Hamann und Frau Angelika Heinsch-Hildebrand referierten zu den mannigfaltigen Aufgaben der Bruchsaler Arbeitsagentur.

Die Arbeitsagentur in der Bruchsaler Kaiserstraße bietet das volle Programm einer gut organisierten Arbeitsagentur. Im Erdgeschoss wird alles abgewickelt, was sich kurzfristig regeln lässt. Im ersten OG befinden sich die Arbeitsvermittler, als Ansprechpartner für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Im zweiten OG befindet sich die Berufsberatung (Erstausbildung von Jugendlichen, Bearbeitung von Leistungsanträgen, Arbeitslosengeld etc.). Die arbeitsuchenden Menschen – man verwendet hier gern den Begriff “Kunden” – haben die Möglichkeit, an Computern selbst zu recherchieren.

Frau Angelika Heinsch-Hildebrand gab unter der Überschrift “Berufliche Rehabilitation” einen Überblick über die Palette an Möglichkeiten, um Menschen mit Handikaps zu Arbeit zu verhelfen und ihnen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Im Falle der Ausbildung von Jugendlichen gibt es zugeschnitten auf den Einzelfall (welche Art der Behinderung liegt vor? Wie reif oder unreif ist der junge Mensch) ein Bündel an Förderungsmöglichkeiten. Während der gesamten Ausbildung besteht der Kontakt zwischen dem Berater und dem Jugendlichen fort. Bei Krisen gibt es Beratungsgespräche – bis zu dem Zeitpunkt an dem der Jugendliche in Arbeit kommt.

Für den künftigen Arbeitgeber ist es wichtig zu wissen: Bei eventuellen Problemen stehen der Auszubildende und der Betrieb nicht allein da, man kann mit der Hilfe durch die Arbeitsagentur rechnen. Die Aufgabe der sog. Job-Coaches ist es, möglichst viele Betriebe dafür zu gewinnen, dass sie geeignete Plätze anbieten. Neben den betrieblichen Ausbildungsplätzen und nachhaltigen Beschäftigungsverhältnissen im Anschluss an die Ausbildung sind Plätze für externe Betriebspraktika immer sehr gefragt, zur Unterstützung des Lernens im sog. Ausbildungszentrum.

Die Bruchsaler Agentur für Arbeit sieht bei den hiesigen mittelständischen Betrieben die zunehmende Bereitschaft, auch Menschen mit Handikaps zu beschäftigen (eine positive Entwicklung). Es sei für die Betriebe sehr nützlich,  wenn sie über genügend Informationen und Kenntnisse der vielfältigen Fördermöglichkeiten verfügen. – Aufklärung und Kommunikation ist der Königsweg!

Die Betriebe sollten wissen, dass sie Geld von der Agentur für Arbeit bekommen, wenn sie einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung (rechtzeitig) beantragen. Es wurden Zahlen von 60% oder sogar 80% Förderung genannt. Nach Beendigung einer Ausbildung gibt es die Möglichkeit einer Probebeschäftigung im Betrieb von sechs Wochen Dauer – ohne dass der Arbeitgeber zusätzliche Kosten tragen muss. Außerdem gibt es Eingliederungszuschüsse, abhängig von der eventuellen Minderleistung des Betreffenden.

Für behinderte ältere Arbeitnehmer gibt es die sog. Inklusionsprämie. Sie beträgt max. 3.333€ für einen Einjahresvertrag und kann max. zweimal verlängert werden. Stichwort: “Neue Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber, die ältere schwerbehinderte Menschen einstellen.”

Für die Beschäftigung von Schwerbeschädigten gilt, der Arbeitgeber bekommt eine Prämie, wenn er eine Stelle besetzt, die zuvor nicht von einem Schwerbeschädigten eingenommen wurde.

Nach den Referaten folgte eine Diskussionsrunde, und die Teilnehmer nutzen die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Frau Staudte bedankte sich für den Besuch und machte deutlich, dass sie und ihr Team für die Beantwortung aller Fragen, die die Dienstleistungen der Arbeitsagentur Bruchsal betreffen auch künftig gern zur Verfügung stehe.

Internet

Besuchen Sie die informative Website der Agentur für Arbeit.  www.arbeitsagentur.de
Tipp: Die nützliche Suchfunktion befindet sich nicht auf der Homepage. Sie finden sie oben rechts, sobald Sie eine Unterseite aufrufen.

Nächster Termin

Das 11. Treffen des BruchsalerForums Gesundheit und Arbeit findet am 25. April 2013 bei der Bereitschaftspolizei Bruchsal statt.

 

 

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