6. BruchsalerForum

6. BruchsalerForum “Gesundheit und Arbeit”

6. BruchsalerForumLesen Sie die wichtigsten Ergebnisse des Treffens vom 30. Juni 2011. Als Ergebnis der Fragebogenaktion von Anfang des Jahres stand diesmal das Thema “Psychische Belastungen am Arbeitsplatz erkennen” im Vordergrund. Die Schirmherrin des BruchsalerForums “Gesundheit und Arbeit” Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick unterstrich in Bruchsals feinstem Konferenzraum, dem historischen Sitzungssaal im Rathaus am Marktplatz, die hohe Bedeutung, die Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) für die Betriebe in Deutschland und in der Wirtschaftsregion Bruchsal heute hat. Lesen Sie weiter unten, welche nächsten Schritte geplant sind.

Oberbürgermeisterin erkundigt sich nach “Themen”

Die Oberbürgermeisterin sprach nach ihrem Statement die teilnehmenden Unternehmen direkt an und bat sie, eventuelle Probleme oder Vorschläge namentlich zu benennen. Impulse aus dem Kreise der Betriebe würde sie gern aufnehmen.

  • Caritasverband: Fachkräftemangel in der Pflege ist das Problem überhaupt.
  • Nokia Siemens Network: NSN befindet sich in einer schwierigen Lage und unternimmt alles, um Fachkräfte zu halten.
  • Deutsche Post DHL Postfrachtzentrum: Arbeitet viel mit studentischen Aushilfskräften.
  • Stadt Bruchsal: Die Stadt ist Arbeitgeber für 550 Menschen. Personalrekrutierung im technischen Bereich nicht einfach.
  • Energie- und Wasserversorgung Bruchsal (EWB): Setzt auf Ausbildung und auf Gesundheitsförderung.
  • Eisen Bärle: Setzt auf Ausbildung und kann alle Stellen besetzen. Jörg Mergenthaler: Freundlichkeit macht das Zusammenarbeiten leichter!
  • Ev. Altenzentrum: Nachwuchs in der Altenpflege fehlt. Generelles Problem in Deutschland, andere Berufe sind attraktiver.

Kostenloser Download: Präsentation Claudia Flake

Update vom 12. Juli 2011

Claudia Flake gab uns nach ihrem Referat noch zusätzliche Informationen über Belastungsauswertungen aus Nordrhein-Westfalen. Belastungswahrnehmungen im Trend (1994 bis 2008) - Strategien zum Abbau von Belastungsfolgen. Drei Seiten PDF-Präsentation NRW Jahresvergleiche 1994 bis 2008.
Einen ausführlichen 52-seitigen PDF-Bericht über Ergebnisse aus NRW sehen Sie hier.

Es folgt der ursprüngliche Bericht:

Claudia Flake, Psychische Belastungen am ArbeitsplatzDipl.-Psych. Dipl. Arb.-Wiss. Claudia Flake, Regierungspräsidium Gießen, hielt einen viel beachteten Vortrag “Psychische Belastungen in der Arbeitswelt erkennen”. Lesen Sie ihre PDF-Präsentation Claudia Flake, Psychische Belastungen am Arbeitsplatz.

Zu aller Überrachung: der Begriff “psychische Belastung” ist genormt – DIN EN ISO 10075! Claudia Flake hatte ihren Vortrag so angelegt, dass sich rasch eine munter Diskussionsrunde entwickelte. Hier einige Kernaussagen (lesen Sie die Details in der o.g. Präsentation):

  • Untersuchen Sie laufend die Arbeitsbedingungen im Betrieb.
  • Arbeitssituationsanalyse, Belastungsanalyse
  • Fragebogen “Impulse”: Wie ist es jetzt – wie sollte es werden?
  • Schulen Sie die Führungskräfte (beispielsweise, wie führe ich ein Rückkehrgespräch?)
  • Gestatten Sie nach schwierigen Gesprächen allen eine kurze Auszeit.
  • Führungskräfte dürfen nicht allein gelassen werden.
  • Ziehen Sie bei Rückkehrgesprächen den Betriebsarzt hinzu.
  • Kommunikative Kompetenzen pflegen
  • BGM-Strukturen in Betrieb aufbauen
  • Fachliche und soziale Unterstützung durch Kollegen fördern
  • Ausgleichsaktivitäten fördern (um Spannungen abzubauen)

Amtsblatt der Stadt Bruchsal und bruchsal.de berichten

Impulse für eine betriebliche Gesundheitsförderung

Klicken Sie, um die Veröffentlichung auf bruchsal.de zu lesen.[Zitat Website bruchsal.de] Auf Einladung der Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick tagte am 30. Juni das Netzwerk “BruchsalerForum Gesundheit und Arbeit” im Sitzungssaal des Bruchsaler Rathauses. Im Netzwerk arbeiten unter der städtischer Projektleitung von Volker Falkenstein mit Expertenbegleitung und ehrenamtlicher Unterstützung durch Dieter Müller und Klaus Krüger, Firmen, Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen, Einrichtungen, Verbände, die regionale Wirtschaftsförderung sowie die AG Sport mit dem gemeinsamen Ziel zusammen, ihre Erfahrungen in Sachen betrieblicher Gesundheitsförderung bzw. betrieblichem Gesundheitsmanagement auszutauschen und sich bei Problemen gegenseitig zu helfen. Das Netzwerk ist offen für weitere Unternehmen und Verwaltungen der Wirtschaftsregion Bruchsal. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Stadt Bruchsal hat das BruchsalerForum im Rahmen des Projektes NAIS initiiert und wird es weiterhin unterstützen.

Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Bevölkerung in Deutschland immer älter; auch das Durchschnittsalter steigt. Gleichzeitig ist die Zahl der qualifizierten Leistungsträger jungen und mittleren Alters rückläufig. Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Die am BruchsalerForum beteiligten Akteure stellen sich dieser Herausforderung und werden für den Erhalt der Leistungsfähigkeit ihrer Belegschaft Sorge tragen – aus ethischen, wie auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Mit gesunden, zufriedenen und gut geführten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird es möglich sein, die Performance des Unternehmens zu erhalten, die Unternehmensziele zu erreichen und die Stellung im Markt langfristig zu behaupten.

Zur Unterstützung der Unternehmen wurde auf Initiative der Stadt Bruchsal im Internet eine Informationsplattform eingerichtet, die von Dieter Müller realisiert wurde. Auf http://bruchsalerforum.de/ können sich Interessierte auch den Newsletter des Netzwerks bestellen.

Im Rahmen des 6. BruchsalerForums boten verschiedene Referate Impulse für die betriebliche Gesundheitsförderung. Dipl.-Psychologin Claudia Flake informierte über psychische Belastungen am Arbeitsplatz und wie sich diese identifizieren lassen. Klaus Krüger befasste sich mit der “Gesunde im Betrieb” und Hendrik Kugler, Vorsitzender des Arbeitskreises Bruchsaler Sportvereine, informierte über “die kleinen Dinge”, die jeder ohne großen Zeit- und Kostenaufwand tun kann, um am Arbeitsplatz positive Effekte für die Gesundheit zu erzielen.

Die nächste Veranstaltung ist am 27. September im Postfrachtzentrum geplant.

Klaus Krüger: Gesund im Betrieb | Betrachtung zu Kosten-Nutzen

Klaus Krüger stellte ein einfaches Rechenmodell vor, mit dem es möglich ist, eine Einzelmaßnahme im Rahmen des umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) zu beurteilen: Macht es Sinn, die Maßnahme zu realisieren, oder rechnet sie sich nicht? Unabhängig von der Rechenbarkeit einer Präventionsmaßnahme wies Krüger darauf hin, dass seit dem Beschluss des Europarats im Jahr 1961 die Europäische Sozialcharta gilt, worin es heißt: “Jedermann hat das Recht, alle Maßnahmen zu nehmen, die es ihm ermöglichen, sich des besten Gesundheitszustandes zu erfreuen, den er erreichen kann.” (Abgesehen davon gilt seit 1997 die sog. Luxemburger Deklaration, worin es über das Wohlbefinden der Beschäftigten heißt: “Betriebliche Gesundheitsförderung umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz”).

Rechenmodell Kosten-Nutzen-Betrachtung. Auf dieser Seite finden Sie weitergehende Informationen in Sachen Investitionsrechnung, ROI.

Hendrik Kugler: Arbeitsgemeinschaft Sport

Hendrik Kugler ist Sprecher der ARGE Sport in Bruchsal. Insgesamt gibt es 52 Sport treibende Vereine mit 17.000 Mitgliedern! Wie bereits beim letzten Meeting warb Kugler wieder für die “kleinen Dinge”, die uns im beruflichen Alltag helfen sollen, mobil zu bleiben. Eine kleine Liste der “kleinen Dinge” gibt es schon seit geraumer Zeit auf dieser Website, sehen Sie selbst.

Wenn es darum geht, Menschen in Bewegung zu bringen, sagt Hendrik Kugler, muss man sich mit den unterschiedlichen Verhaltensweisen der Geschlechter auseinandersetzen: Frauen sind in der Regel leichter zu motivieren als Männer. Männer neigen zu Ablehnung, oft genieren sie sich, aber vielleicht sind sie auch nur falsch angezogen: <Ironie ein>Anzug, langärmeliges Hemd, Krawatte</Ironie aus>

Dieter Müller: Website mit Newsletter

Herausgeber der Informationsplattform und des Newsletter von http://bruchsalerforum.de ist Dieter Müller. Die Website wird ehrenamtlich, d.h. völlig kostenlos im Sinne des NAIS-Projekts (Neues Altern in der Stadt) betrieben. Müller stellte die Neuerungen kurz vor und warb darum, dass seitens der Teilnehmer Vorschläge kommen, die veröffentlicht werden können. Wichtig wäre es, Beispiele aus der Praxis vorzustellen.

Volker Falkenstein: Messe Aktiv & Gesund zum zweiten Male im Bürgerzentrum

Auf Grund des großen Erfolges im letzten Jahr veranstaltet BTMV (Bruchsaler Tourismus Marketing und Veranstaltungs GmbH) in Zusammenarbeit mit NAIS im Bürgerzentrum Bruchsal am 8. und 9. Oktober 2011 die zweite Messe “Aktiv & Gesund – Die Messe rund ums älter werden”. Die Teilnehmenden Unternehmen des BruchsalerForums sind eingeladen, sich aktiv an der Messe zu beteiligen. Kontakt: volker.falkenstein[at]bruchsal.de

Derzeit ist bei Bruchsaler NAIS-Ehrenamtlichen die Überarbeitung des Wegweisers “Stadt Bruchsal – Ein Wegweiser nicht nur für Senioren” in Arbeit. Die Teilnehmer des BruchsalerForums sind aufgerufen, sich als Sponsoren in Form von Anzeigen zu beteiligen. Hier geht es zum kostenlosen Download der ersten Auflage des Wegweisers.

Monika Michel: Neu in Bruchsal – Bündnis für Familie

Monika Michel ist Leiterin des Amts für Familie, Schulen und Sport. Sie machte die Teilnehmer darauf aufmerksam, dass in Bruchsal das Bündnis für Familie gegründet werde. Dabei gehe es durchaus um Themen, die auch die hiesigen Unternehmen angingen: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Standortfaktor, Chancengleichheit. Informationen über das neue Bruchsaler Familienzentrum finden Sie hier.

Themen für künftige Meetings

  • Praktische Beispiele für betriebliche Gesundheitsförderung:
    Im Zuge unseres Treffens beim Postfrachtzentrum Deutsche Post DHL wird es nicht nur eine Betriebsbesichtigung geben (auf die sich alle schon freuen). Theo Veith, unser Gastgeber, wird auch auf seine Erfahrungen mit BGM-Maßnahmen eingehen.
  • Erfahrungen mit externen Anbietern:
    Aus unserer Region ist ein Beispiel für die Zusammenarbeit eines Industriebetriebs mit einem “Gesundheitsanbieter” bekannt geworden: Firma Terex-Fuchs und das Thermarium, beide in Bad Schönborn. Nokia Siemens Network NSN hat sich bereit erklärt, auf einem späteren Treffen über die gemachten (positiven) Erfahrungen mit externen Anbietern zu berichten.

NÄCHSTER TERMIN: 27. September 2011

Unser nächstes Treffen – das 7. BruchsalerForum – wird auf Einladung von Theo Veith im Postfrachtzentrum Deutsche Post DHL, am 27. September 2011 am späten Nachmittag, wohl um 17.00 Uhr stattfinden. Wegen der Werte, die dort umgeschlagen werden, ist es erforderlich, dass jeder Teilnehmer seinen Peronalausweis oder Pass mitbringt. Weitere Einzelheiten, Einladung und Details zum Anmeldevorgang folgen.

Ursprüngliche Einladung:

6. BruchsalerForum “Gesundheit und Arbeit”

Termin: Do, 30. Juni 2011, 14.00 bis 16.30 Uhr
Ort: Bruchsal, Rathaus am Marktplatz, großer Sitzungssaal, 1. Obergeschoss

Bruchsal Rathaus

Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Moderation: Thomas Altgeld
  2. Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick: “Wirtschafts- und Sozialpolitik in Bruchsal”
  3. Claudia Flake: “Psychische Belastungen in der Arbeitswelt erkennen”
  4. Klaus Krüger: “Kosten-Nutzen-Betrachtung zur Bewertung des BGM”
  5. Hendrik Kugler: “Die kleinen Dinge”
  6. Dieter Müller: “BruchsalerForum.de – die Informationsplattform”
  7. Volker Falkenstein: 2. Messe “Gesund und Aktiv” am 8./9. Okt. 2011 im Bürgerzentrum Bruchsal
  8. Anregungen aus dem Teilnehmerkreis
  9. Abschlussdiskussion und nächste Schritte

Das Hauptreferat der Veranstaltung befasst sich mit dem ständig wachsenden Problemthema psychische Gesundheit: Stress, Burnout und wie man die Hauptfaktoren, die zu den psychischen Belastungen im Betrieb führen, erkennen kann.
Hier sind weitere Informationen zum Thema psychische Gesundheit und Arbeitswelt.

Die Einladung der Stadt Bruchsal wurde den Teilnehmern des BruchsalerForums bereits zugesandt. Wir würden uns freuen, neue Teilnehmer aus der Wirtschaftsregion Bruchsal, die die Einladung nicht bekommen haben, gewinnen zu können. Falls Sie mit dem PKW anreisen: Die Parkhäuser Bürgerzentrum (Einfahrt Pfeilerstraße) und Rathausgalerie (Einfahrt John-Bopp-Straße) sind nur einen Steinwurf weit entfernt.

Damit Sie auf dem Laufenden bleiben: Lesen Sie die aktuellen Nachrichten, die auf BruchsalerForum.de zum Thema betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement für Sie zusammengestellt sind.

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