8. BruchsalerForum

Das 8. BruchsalerForum am 17. Januar 2012

Das 8. BruchsalerForum hat auf Einladung von Bernd Kempf am 17. Januar 2012 um 17 Uhr in der Sparkasse Kraichgau stattgefunden. Adresse: Friedrichsplatz 2, 76646 Bruchsal

Sparkasse Kraichgau

Tagesordnung

  1. Begrüßung und Vorstellung der Sparkasse Kraichgau durch Bernd Kempf
  2. Erfahrungen der Sparkasse mit Betrieblicher Gesundheitsförderung, Empfehlungen
  3. Vorschlag: Seminar “Betriebliche Gesundheitsförderung” 2012 im BüZ Bruchsal. Fokus: Kleine und mittlere Unternehmen
  4. Teilnehmer des BruchsalerForums: Selbstverständnis “Mitglieder” oder “Teilnehmer”?
  5. Auflistung der Unternehmen auf BruchsalerForum.de Ja oder Nein? Welche Details?
  6. Berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund oder Handikaps
  7. 3. Messe Aktiv & Gesund am 27. und 28. Oktober 2012 im BüZ Bruchsal. Wie kann man BGF stärker ins Blickfeld rücken?
  8. Es liegt die Bewerbung um einen Praktikumsplatz BGF vor.
  9. Sonstiges

Hier gelangen Sie zum 7. BruchsalerForum.

Bericht über das 8. BruchsalerForum bei der Sparkasse Kraichgau

TOP 1 und 2: Betriebliche Gesundheitsförderung bei der Sparkasse

Die freundliche Aufnahme und die offene Arbeitsatmosphäre bei der Sparkasse Kraichgau fand bei den 21 Teilnehmern Anerkennung. Bernd Kempf (Personalchef) und Petra Rühle (Personalentwicklung/Coaching + Training) berichteten über die Erfahrungen der Sparkasse mit Betrieblicher Gesundheitsförderung.

Die Sparkasse Kraichgau ist eine der 53 Sparkassen in Baden-Württemberg. Mit 756 Beschäftigten (686 Aktive, davon 49(!) Azubis) in 56 Filialen zählt die Sparkasse zu den bedeutenden Arbeitgebern. Die enge Verbundenheit mit der Region bezeichnet man als eine der Hauptstärken. Im Verbund ist die Sparkasse die größte Bankengruppe Deutschlands.

Am Anfang der Betrieblichen Gesundheitsförderung standen für die Sparkasse zwei wichtige Analysen: (1) die Betrachtung des demographischen Wandels in Deutschland und Baden-Württemberg und (2) eine Altersstrukturanalyse bzw. Szenariorechnung für das eigene Haus. Während der demographische Wandel in vielen Gegenden Deutschlands bereits beängstigend weit fortgeschritten ist, geht es unserer Region noch vergleichsweise gut. Bruchsal ist im Vergleich zu vielen anderen Städten vergleichsweise gut aufgestellt.

Die Bevölkerungsentwicklung wird nicht nur von Bundesland zu Bundesland, von Region zu Region unterschiedlich sein, sondern auch von Kommune zu Kommune. Bad Schönborn wird als Kurort beispielsweise eine relativ starke Zunahme aufweisen, jedoch nur bei der älteren Generation, nicht bei der Jugend. Zur demographischen Entwicklung Bruchsals folgen Sie bitte diesem Link.

Bei der Betrachtung der eigenen Beschäftigten legte man den Focus auf die Gruppe der 53- bis 57-Jährigen und auf die Jahre 2011 bis 2020. Die Ergebnisse der Analyse waren höchst beeindruckend, und es wurde augenblicklich klar, dass ein Bündel an Maßnahmen erforderlich sein würde. Entsprechende Maßnahmenvorschläge wurden entwickelt. Die Analyse der Sparkasse fußt auf einer recht komplexen Szenariotechnik, die sich ein kleines Unternehmen vermutlich nicht leisten kann. Auf Rückfrage meinte Bernd Kempf, kleine Betriebe könnten derartige Betrachtungen näherungsweise auch “zu Fuß” machen. Das Ergebnis sei allemal frappierend und führe die Notwendigkeit von Maßnahmen rasch vor Augen.

Zwei Fakten sind bei der Analyse ganz offenkundig geworden:

  • Die Einstellung zu Fragen der Gesundheit bzw. Gesundheitsförderung der Beschäftigten muss sich ändern.
  • Es wird einen Kampf um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben.

Maßnahmen

Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, mit denen die Sparkasse die Gesundheit der Beschäftigten unterstützt. Dies dient den Menschen ebenso, wie es gut ist für die  Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz. Einige Maßnahmen gibt es seit Jahr und Tag (z.B. Betriebssportgruppen), andere seit rund zwei Jahren, wieder andere werden jetzt eingeführt.

Der erste Gesundheitstag war vor zwei Jahren, und er wird dieses Jahr wiederholt. Der Gesundheitstag war als Familientag angelegt. Für Kinder gab es eine spezielle Betreuung. Mit gesundheitsbewusstem Catering. Unterstützung gab es von der Barmer GEK, DAK und SBK. Der Gesundheitstag fand an einem Samstag statt, die Zeit wurde den Beschäftigten gutgeschrieben. Die Resonanz war sehr positiv, und man vertritt die Auffassung, dass es möglich ist, durch Gesundheitstage Impulse für einen gesunden Lebensstil zu setzen.

Die verschiedenen Betriebssportarten (Fußball, Handball, Volleyball, Radfahren, Ski, Inline-Skating) lassen sich auf Gesundheitstagen gut propagieren. Weitere Seminare und Kurse sind geplant: z.B. Yoga, Zumba, Kochen, Ernährung.

Grippeschutzimpfung, Sehtest, Vorsorge-Check, Grippe-Schutzimpfung, Hautscreening – hierfür gibt es externe Anbieter, mit denen man zusammenarbeitet.

Bei akuten Gesundheitsproblemen wenden sich die Beschäftigten an den Betriebsarzt oder an eine externe Personalberatung. Die Kosten dafür übernimmt die Sparkasse (max. drei Besuche). Es handelt sich um qualifizierte Therapeuten; es herrscht eine absolute Vertrauensbasis. Termine bekommt man binnen zwei Wochen.

Mit Führungskräften finden regelmäßig Gespräche statt: Gesundheitsorientierter Führungsstil, Selbstmanagement, wie Führungskräfte mit Stress umgehen. Seminare werden angeboten.

Ein Gesundheitszirkel ist etabliert (wichtig z.B. im Vorfeld eines Gesundheitstages).

TOP 3: Vorschlag: Seminar “Betriebliche Gesundheitsförderung”

Dieter Müller machte den Vorschlag, 2012 im Bürgerzentrum Bruchsal ein kleines Halbtages-Seminar zu veranstalten. Fokus: Kleine und mittlere Unternehmen an Betriebliche Gesundheitsförderung heranführen. Konzeptvorschlag Seminar Betriebliches Gesundheitsmanagement in Bruchsal 2012. Volker Falkenstein und Dieter Müller sind offen für alle Vorschläge. Jörg Mergenthaler wies zu recht darauf hin, dass die Möglichkeiten eines Kleinbetriebes mit denen eines Großunternehmens kaum zu vergleichen seien. In Kleinbetrieben gebe es anstelle einer Organisationsstruktur nur den Chef, als Mädchen für alles. Dieter Müller meinte, es sei sehr viel gewonnen, wenn wir einen Weg fänden, ohne Fachchinesisch Kleinbetriebe an das Thema heranzuführen, und wenn einige Teilnehmer des BruchsalerForums sich bereit erklärten, ihre praktischen Erfahrungen mit anderen zu teilen – etwa in Form eines kurzen Referats.

TOP 4: Selbstverständnis “Mitglieder” oder “Teilnehmer”?

Volker Falkenstein und Dieter Müller schlugen vor, dass sich die Teilnehmer des BruchsalerForums fortan “Mitglieder” nennen – ohne dass sich rechtlich oder finanziell irgendetwas ändere. Teilnehmer kommen und gehen. Mitglieder jedoch eint eine gewisse Denke und gemeinsame Ziele: Die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern. Deshalb wird künftig hier mehr von Mitgliedern die Rede sein.

TOP 5: Auflistung der Unternehmen auf BruchsalerForum.de – Ja oder Nein? Welche Details?

Die Mitglieder des BruchsalerForums sind einverstanden, dass Name und Adresse ihres Unternehmens auf der “Projekthomepage” BruchsalerForum.de genannt werden, weitere Details, jedoch nicht. Aktion: Dieter Müller

TOP 6: Berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund oder Handikaps

Klaus Krüger regte an, dass man sich unter dem Stichwort “künftiger Arbeitsmarkt” angesichts der demographischen Entwicklung zu einem Netzwerk formieren möge, mit dem Ziel, Migranten (Zuwanderer) besser zu integrieren und Menschen mit Handikaps besser zu inkludieren – nicht allein aus ethischen Gründen, sondern zum Wohle des Unternehmens (Heranbildung eigener Fachkräfte, Auszeichnung vorbildlicher Betriebe, Imageverbesserung, Stärkung des Wirtschaftsstandortes etc.). Klaus Krüger belegte seinen Vorschlag mit zwei Handouts. 8. BruchsalerForum Statement Integration/Inklusion. Dazugehörige Grafik: Entwurf eines Netzwerks Integration/Inklusion.

Marianne Staudte, Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit Bruchsal, machte den Vorschlag, dass sie in diesem Zusammenhang gern bereit sei, einen Vortrag über die Möglichkeiten der Arbeitsagentur Bruchsal zu halten.

TOP 7: 3. Messe Aktiv & Gesund 2012 im BüZ Bruchsal

Auf der am 27. und 28. Oktober 2012 im Bürgerzentrum Bruchsal stattfindenden 3. Messe Aktiv & Gesund werden die Veranstalter BTMV bestrebt sein, BGF stärker ins Blickfeld rücken. BTMV, Stadt Bruchsal und NAIS arbeiten zusammen.

TOP 8: Bewerbung

Dieter Müller erläuterte noch einmal, dass über unsere Website eine junge Dame Kontakt aufgenommen hat. Sie wird Gesundheitsförderung studieren und bewirbt sich um einen Praktikumsplatz in Bruchsal.

TOP 9: Sonstiges

Das 9. BruchsalerForum wird auf freundliche Einladung von Jörg Mergenthaler im Mai oder Juni bei Firma Bärle stattfinden. Einzelheiten werden noch geklärt.

Sind Sie an der Teilnahme verhindert? Volker Falkenstein bittet die Mitglieder, die bei künftigen Treffen verhindert sind, sie mögen ihn kurz telefonisch 07251 79 357 oder per E-Mail informieren.

Sabine Böser (Ev. Altenzentrum) stellte in die Runde die Frage, ob jemand Informationen habe, wie denn eine Bedarfsermittlung für die Implementierung von Betrieblicher Gesundheitsförderung aussehen solle. Wie nähert man sich dem vielschichtigen Thema? Gibt es Bewertungselemente? Volker Falkenstein will sich diesbezüglich mit Detlef Hollmann von der Bertelsmann Stiftung Gütersloh sprechen. Aktion: Volker Falkenstein

Sabine Böser nannte in diesem Zusammenhang gesund-pflegen-online.de (Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie) – Link zu diesem Thema aus dem Pflegebereich.

Stand 17. Februar 2012. -Dieter Müller

 

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