9. BruchsalerForum

Das 9. BruchsalerForum am 21. Juni 2012

Im Namen unseres Mitglieds, Herrn Jörg Mergenthaler, Geschäftsführer der Firma Eisen-Bärle, ludt die Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal, Frau Cornelia Petzold-Schick, zum 9. BruchsalerForum “Gesundheit und Arbeit” ein – am 21. Juni 2012 um 17 Uhr bei Fa. Eisen-Bärle, Kinzigstraße 8-10, 76646 Bruchsal.

Tagesordnung

1. Begrüßung und Kurzvortrag Jörg Mergenthaler
2. Betriebsrundgang (ab 17.30 Uhr-18 Uhr)
3. Darmkrebsvorsorge – Maßnahme der Betrieblichen Gesundheitsförderung, AOK Bernd Mäckel
4. Erläuterungen Jörg Mergenthaler Fa. Eisen-Bärle
5. Themensammlung für das Bruchsaler Forum
6. Sonstiges
7. Termin im zweiten Halbjahr 2012 bei der Bereitschaftspolizei Bruchsal

Bericht über das 9. Treffen des BruchsalerForums

BruchsalerForum “Gesundheit & Arbeit” – 9. Treffen am 21. Juni 2012 bei Fa. Eisen-Bärle, Bruchsal. Gastgeber: Jörg Mergenthaler, Geschäftsführer

“Herzlich willkommen beim Mittelständler Bärle!” – mit dieser programmatischen Anrede wurden die Teilnehmer des 9. Treffens des BruchsalerForums begrüßt. Jörg Mergenthaler stellte auf einem kurzen Rundgang sein Unternehmen vor. Für ein Unternehmen wie Bärle hat der Grad der Kundenzufriedenheit oberste Priorität. Kunden sind in erster Linie Handwerksbetriebe in der Region, dagegen ist der Privatkundenanteil relativ niedrig. Die Wertschätzung, die man dem Kunden entgegenbringt, spiegelt sich auch in Kleinigkeiten; so bekommen Kunden beispielsweise immer die besten Parkplätze, werden im Falle von Reklamationen besonders intensiv betreut (Reklamationsbearbeitung ist Prüfungsfach). Selbst die gemeinsame Tasse Kaffee wird bewusst eingesetzt – wir nehmen uns Zeit für dich! Dieser Aspekt der Wertschätzung ist ein Thema, das der Belegschaft immer wieder nachdrücklich vermittelt wird.

Jörg Mergenthaler betrachtet es als Aufgabe der Unternehmensleitung, den Mitarbeitern dieses Wertebild vorzuleben. Von den 85 Mitarbeitern (12 Azubis) haben alle eine Berufsausbildung. 70% davon haben sogar bei Bärle gelernt. Mit anderen Worten: Die Beschäftigten kennen ihre Firma gut, und sie wissen, wie man im betrieblichen Alltag gefährliche Situationen vermeidet (sprich: wie man möglichst gesund bleibt).

Die betrieblichen Abläufe erfordern es, dass viele Arbeiten im Team erfolgen. Teamarbeit ist bei Fa. Bärle bewusst so angelegt, dass die Beschäftigten dabei auch die Gesundheit des Kollegen im Auge haben. Mergenthaler: “Wir passen auf uns auf!”

Dieser Aspekt passt zum Menschenbild eines Familienunternehmens wie Bärle. Einmal pro Woche trifft sich Jörg Mergenthaler zwei Stunden mit Azubis. Die Sorgen und Nöte der jungen Leute haben oft mit dem Betrieb wenig oder gar nichts zu tun, sind reiner “Freizeitstress”. (Probleme aus dem privaten Umfeld waren auch ein wichtiges Thema beim Besuch des Frachtpostzentrums). Oft werden Themen behandel, die eigentlich Erziehungsaufgaben der Eltern sein sollten. Beispiele: Für eigene Handlungen geradestehen, Verantwortung übernehmen, Probleme anpacken. Beispiel: Leiden ist leichter als handeln. Siegmund Freud.

Ein Beispiel aus dem Alltag richtet sich überwiegend an Fahranfänger: “Fahrphysik” (es hat einen tragischen Verkehrsunfall im Privatbereich gegeben). Hier wird jungen Leuten in den wöchentlichen Meetings gezeigt, wie schnell man mit seinem Fahrzeug in gefährliche Grenzsituationen gerät und was man tun kann, um sie zu vermeiden.

Betriebliche Gesundheitsförderung ist demnach bei Fa. Bärle kein medizinisches Thema, sondern eine Führungsaufgabe der obersten Leitung. Arbeit soll Freude machen. Im Team achtet man darauf, dass keine gefährlichen Situationen entstehen. Die Beschäftigten haben alle eine Ausbildung, sie kennen den Arbeitsplatz und das Umfeld. Sie benutzen die richtigen Werkzeuge und tragen die vorgeschriebene sichere Arbeitskleidung.

Es bleibt festzuhalten – kleine und mittlere Unternehmen befassen sich oft in erheblichem Maße mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) – nur sie nennen es nicht so! Aufwendungen für BGM landen deshalb oft auf allen möglichen Konten – nur nicht da, wo sie hingehören. Große Unternehmen sind in Sachen Kostenrechnung besser aufgestellt und können sich allein schon deswegen in der Öffentlichkeit besser darstellen. Betrieben wie Bärle liegt die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht weniger am Herzen, als Großbetrieben. Oft ist es der Chef, der Firmeninhaber, der sich in Kleinbetrieben um jeden Einzelnen persönlich kümmert. Mergenthaler macht allerdings deutlich: Es gibt kein Prinzip “von der Wiege bis zur Bahre”. Die Verantwortung für eine vernünftige Lebensführung bleibt jedem Einzelnen selbst überlassen.

Bernd Mäckel (AOK Karlsruhe) erläuterte den Teilnehmern, welche Bedeutung die AOK der Darmkrebsvorsorge beimisst. In der ganzen Region – von Bühl bis nach Mannheim – wird es zahlreiche Aktionen geben, um der Bevölkerung die Risiken zu verdeutlichen, aber auch die Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die NAIS-Aktiven zeigten sich bereit, bei Aufklärungsaktionen gern mitzumachen (im Internet, bei der Messe Aktiv & Gesund am 27. und 28. Oktober 2012 im Bürgerzentrum Bruchsal). Wichtig ist es, dass besonders auch die Betriebe dem Projekt “Darmkrebsvorsorge” der AOK positiv gegenüberstehen.

Prof. Dr. Bernd Kohler (ärztlicher Direktor der medizinischen Klinik Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal) erläuterte in seinem Vortrag die große Gefahr, die von Darmkrebs ausgeht. Er wächst langsam, entwickelt sich in fünf bis zehn Jahren. Jedoch kann man die Vorstufen gut vorher erkennen und behandeln. Ansprechpartner ist der Hausarzt. Kohler: “Darmkrebsvorsorge ist die beste, die effektivste Vorsorge gegen Krebs!”

In einem Vortrag wird Prof. Kohler anlässlich der Messe “Aktiv & Gesund” am 27. und 28. Oktober 2012 das Thema Darmkrebsvorsorge behandeln. Auf der Messe wird auch das überdimensionale, begehbare Darmkrebsmodell zu sehen sein.

Dieter Müller

Die Messe in Bruchsal “Aktiv & Gesund”

Am Wochenende des 27. und 28. Oktober 2012 findet im Bruchsaler Bürgerzentrum zum dritten Mal die überregionale Messe “Aktiv & Gesund” statt. Mitglieder des BruchsalerForums werden als Aussteller und Referenten teilnehmen. Alle Mitglieder des BruchsalerForums “Gesundheit und Arbeit” sind eingeladen, die Messe zu besuchen. Der Eintritt ist frei.

 

Lageplan Eisen-Bärle


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